Kollegah – Alphagene
Verfasst von Andi am Mittwoch, 28. November 2007 um 13:56
Releasedate: 16.11.2007, Selfmade Records
Kollegah, den Newcomer des Jahres braucht man nicht lange vorzustellen. Mit seinem ersten Release, dem legendären Free-Mixtape „Zuhältertape Vol.1“, schuf sich der Düsseldorfer einen einzigartigen Internet-Hype. Zwei Jahre später, die die Veröffentlichung des Nachfolgers „Zuhältertape Vol.2-Boss der Bosse“, einen verpatzter Auftritt am Splash, zwei erfolgreiche Touren durch den gesamten deutschsprachigen Raum und einen Beef mit dem Mainzer Separate sahen, steht Kollegah nun an der Pforte zur Rapelite Deutschlands. Die Marketingmaschine bei Selfmade Records läuft auf Hochtouren und alles ist nun bereit für die Eroberung des Rapgeschäfts. Kann der 23-Jährige mit seinem Debüt-Album „Alphagene“ den erwarteten Klassiker verbuchen?
Das Album „Alphagene“ beginnt mit einem Intro, bei dem Kollegah mit gewohnter Überheblichkeit über einen düsteren Beat rappt. Hier kommt gleich zu Beginn der typische, von oben herab-kommende Style zum Vorschein, für den ihn seine Fans lieben. Auch die nächsten Tracks, das schon vorab bekannte „Veni Vidi Vici“ und das Titellied „Alpagene“ strotzen nur so von ungeheuren Punchlines und Vergleiche, die ihres gleichen suchen. Technisch kann der Düsseldorfer das Niveau sogar noch verbessern, so etwa auf dem obligatorischen 3. Teil der bekannten „Showtime“-Reihe oder auf dem Doubletime-Manifest „Endlevel“ mit den Berlinern Deine Ltan. Ein interessanter Song ist „Von Dealer zum Star“ inklusiver gesungener Hook und einen Intro und Outro. Hier erzählt er seinen Weg vom kleinen Drogenverkäufer zum Shooting-Star der Rapszene. Bei den Feature-Tracks hat Kollegah eine zwiespältige Auswahl getroffen: Die Zusammenarbeiten mit den Newcomern K.I.Z., dem Label-Kollegen Favorite und die Kombination mit Deine Ltan waren vorprogrammierte Banger, doch auch die Bass Sultan Hengzt-Kollaboration klingt überraschend stimmig. Leider muss man hinzufügen, dass Selfmade-Chef Slick One zum wiederholten Male nicht überzeugen kann, sein Part auf dem persönlichen Lied „Ein Junge weint hier nicht“ ist eindeutig der Schlechteste auf dem Album. Auch den Gastauftritt vom Undergroundact Toony hätte man getrost weglassen können. Wie schon im Vorfeld angekündigt sind auch einige persönliche Tracks auf dem Album zu finden. Während das vorhin erwähnte „Ein Junge weint hier nicht“ dank eines tollen Beats und einer gelungenen Hook von Tarek (K.I.Z.) trotz des Slick One-Patzers zu überzeugen weiß, ist dagegen „Alles was ich hab“ viel zu kitschig geraten.
Mit „Alphagene“ ist Kollegah ein sehr gutes Debüt-Album gelungen, das dennoch kleinere Schwächen aufweist. Eine Reduzierung der Trackanzahl auf 15 Lieder hätte der LP mit Sicherheit nicht geschadet, denn ohne Zweifel ist eine große Menge von hervorragenden Songs auf dem Album zu finden. Die gut produzierten Beats liefern die perfekte Unterlage für ein neuerliches Punchline-Gewitter vom Zuhälterrapper. Am Ende des Tages bleibt wohl immer noch die Diskussion um die Authenzität und Realheit Kollegahs. Entweder man liebt ihn für seine technischen Fähigkeiten und seine unglaublichen Vergleiche, oder man verachtet ihn für sein aufgesetztes Image und der arroganten Überheblichkeit. Dem Album „Alphagene“ ist aber keinesfalls abzusprechen, dass es eine der besten Platten im Jahr 2007 ist.
verfasst von Andreas Berger
Tracklist:
01. Intro
02. Veni, Vidi, Vici.mp3
03. Alphagene
04. Showtime III
05. 24/7
06. Kuck auf die Goldkette 2007
07. Endlevel feat. DeineLtan
08. Dealer (Prelude)
09. Vom Dealer zum Star
10. Star (Afterlude)
11. Der Boss hängt voll Gold
12. Sie hassen uns feat. Toony
13. Alles was ich hab
14. Selfmade Endbosse feat. Favorite
15. Machomannstyle feat. Bass Sultan Hengzt
16. Legenden feat. K.I.Z.
17. Der Einzelkämpfer
18. Ein Junge weint hier nicht feat. Slick One & Tarek (K.I.Z.)
19. Pokerfacekönig
20. Outro
Kommentare (3)
Kategorie: Reviews
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Kommentar von book-i
Made Mittwoch, 28 of November , 2007 at 18:55
gutes review, deckt sich mit meiner meinung
Kommentar von stuana
Made Donnerstag, 29 of November , 2007 at 19:39
boh boh!
andi ned schlecht
geh ned goa so ob ! hehe
Pingback von RapBlog.ch » Kollegah - Kollegah
Made Sonntag, 14 of September , 2008 at 12:06
[...] Download in der Originalversion wegen der GEMA anbieten können). Mit seinem ersten richtigen Album “Alphagene” konnte er die Kritiker allerdings nicht so recht überzeugen, zu viel Verschiedenes wurde geboten, [...]







