Freeway & Jake One – The Stimulus Package

Verfasst von Lance1 am Sonntag, 21. Februar 2010 um 14:58

Releasedate: 12.02.2010, Rhymesayers Entertainment

Nach dem himmelhochjauchzenden Kollegah-Review von vorletzter Woche denkt ihr wahrscheinlich, dass Lance nur Reviews über seinen aktuellen Shit schreibt. Nix da. Diese Woche jedenfalls. Auf der Suche nach einem geeigneten aktuellen Kandidaten blieb er bereits bei Nummer eins hängen, dem gemeinsamen Erstling von Philly Freezer und Beatwunder Jake One. Mit Betonung auf Hängenbleiben: Die nur zweiminütige Single „Know What I Mean“ hat mir gelinde gesagt die Marroniverkäufermütze von der Birne geblasen. Langweiliges Video, aber der Track ist das übelste Feuer. Zieht es euch rein, bevor ihr weiterlest. Wirklich.
Auf der Platte versammeln sich dann eine ganze Anzahl dieser unglaublich dicken Rap-Bomben, die zweierlei Gefühle hervorrufen. Auf der einen Seite beschleicht einen erstmals wieder das „Gibts-nicht-ein-richtiges-Rap-Album“-Feeling und auf der anderen Seite kommen da die Ursprungsgefühle hoch, weshalb man überhaupt mal angefangen hat, Rap zu hören. Der Vibe und das Klangbild sind bei den angesprochenen Tracks an Hip-Hop-Flavour fast nicht zu überbieten, ohne dabei nach irgendeiner Ära oder Schule zu klingen . Wenn diese mitreissenden Drums auf dem Opener einsetzen, das perfekte Sample reinkommt und Free „Throw Your Hands Up“ rumschreit, ist einfach alles in Butter. So geht’s an einigen Stellen wie „One Thing“ mit Raekwon, „The Product“ oder „Microphone Killa“ weiter und weiter.
In erster Linie liegt das an der pervers guten und zeitlosen Produktion von Jake One, der simpel gesagt einfach die richtigen Beats macht. Nicht zu überladen, nicht zu trocken, nicht zu viele Synthies oder zu wenige Samples. Die Drums pumpen, die gepitchten und gesampleten Vocals machen süchtig und die Loops sind an den richtigen Stellen. Aber auch Freeway macht eine erstaunlich gute Figur, flowt und puncht sich souverän durch das Album, wie man es gar nicht mehr erwartet hätte. Und die Beats machen genug Lärm, um sein ansonsten durchaus nervendes Stimmorgan richtig einzuordnen.
Klar, nichts ist wirklich perfekt. Der „Never Gonna Change“-Beat geht vom Takt her einfach nicht, auch „Freekin The Beat“ ist dann doch zu cheesy geraten. Inhaltlich wird kein Goethe geboten, manche Reime oder Lines sitzen nicht immer. Ãœberraschenderweise geht das Birdman-Feature noch halbwegs durch. Insgesamt ist zu sagen: Kaufen. Das gefällt jedem, der irgendwas mit Rap anfangen kann.

Tracklist:
01. Stimulus Intro feat. Beanie Sigel
02. Throw Your Hands Up
03. One Foot In
04. She Makes Me Feel Alright
05. Never Gonna Change
06. One Thing feat. Raekwon
07. Know What I Mean
08. The Product
09. Microphone Killa feat. Young Chris
10. Follow My Moves feat. Birdman
11. Sho’ Nuff feat. Bun B
12. Freekin’ The Beat feat. Latoiya Williams
13. Money feat. Omilio Sparks & Mr. Porter
14. Free People
15. Stimulus Outro

Downloads:
Freeway & Jake One – The Beat Made Me Do It (Mixtape zum Album)
Freeway – Freelapse (Freestyles über Beats von Eminem)

www.myspace.com/jakeone
www.myspace.com/freeway

Kommentare (3)

Kategorie: Reviews

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3 Comments

Comment by Sergio.M

Made Sonntag, 21 of Februar , 2010 at 15:03

Lance hast vollkommen recht mit dem Album!! Ich liebe die Mukke von Free aber das dingen ist sehr geil 😀
Streetz is Mine war nicht ganz mein fall aber, Free at Last & Philadelphia Freeway 2 waren der hammer!!!
Sehr geile lines in dem Album aber auch die Features haben mir sehr zugesagt 😀
Beanie Sigel, Raekwon, Mr. Porter etc. sehr geil!
Also good job und weiter so 😀

[…] das Review zu Freeway’s letztem Streich gelesen hat, weiss dass die Skills dieses Künstlers im Hause […]

Comment by Lance1

Made Sonntag, 14 of März , 2010 at 20:43

danke für die Props :)

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