Eminem – Recovery

Verfasst von Lance1 am Mittwoch, 30. Juni 2010 um 14:01

Releasedate: 22.06.2010, Shady/Interscope

Mit einer Woche Verspätung möchte auch der Rapblog noch seinen Senf zu Eminem’s neuer Platte geben. Und vor allem allen, die noch nicht geblickt haben wie dope die Veranstaltung ist, raten, in den Plattenladen zu rennen.
Angefangen hat das Ganze ja mit dem Leak „Not Afraid“, der wahrscheinlich nicht nur bei mir auf härtester Rotation lief. Ãœberraschend und erfrischend war in der Folge dann Em’s bzw. Interscope’s Abkehr von der üblichen Eminemreleaseblaupause mit lustig gemeinter erster Single plus auf witzig gebürstetem Video, was nicht erst seit Encore fake wirkte. Jedenfalls droppte Em als erste Single von „Recovery“ ein astreinen, überaus dopen Kopfhoch-Track, hat keine gelben Haare mehr und Slim Shady bzw. dessen Dialekte endgültig beerdigt. Stattdessen gibt es erstmals zu hören, was so viele andere von Jay-Z über Kanye oder auch Drake zuvor schon versucht haben und irgendwo im sülzigen Popdschungel hängengeblieben sind: grown ass rap. Eminem rappt auf den meisten Tracks des Albums entweder über seine vergangenen Abstürze, über Einsamkeit und Alleinsein, über Proof und seine Ex in mehr oder weniger ganz normalem Ton versetzt mit ein paar Bangern über Rapgame etc. für zwischendurch. Dabei bringt er es über weiteste Strecken fertig, Pathos oder selbstmitleidiges Gejammer zu vermeiden und schafft damit einige lyrische Meisterwerke, die Rap schon lange wieder mal gebrauchen konnte. Und das Beste an der ganzen Sache: Von der Raptechnik her ist „Recovery“ teilweise das absolute Nonplusultra. Was Em etwa auf dem Hidden Track oder „No Love“ mit Weezy alleine flowtechnisch abzieht, ist nicht mehr normal.
Fazit: Es gibt dermassen viele Highlights auf dieser Platte, dass ich gar keine hervorheben möchte. Erstklassige Beats, technisch und lyrisch einwandfreie Raps auf Weltklasseniveau plus eingängige Hooks machen dieses Album bis auf ein paar Ausnahmen verdammt gut. Abschliessend gilt es zu sagen, dass das hier Eminem’s bestes Release seit langem ist und bestätigt mich in meiner Meinung, dass Rapper am besten sind, wenn sie genau das tun können, was sie wollen. Das Resultat ist das erfolgreichste Album seit fast zwei Jahren: 741’000 Copies in der ersten Woche! Classic, nicht mehr und nicht weniger.

Tracklist:
01. Cold Wind Blows
02. Talkin‘ 2 Myself feat. Kobe
03. On Fire
04. Won’t Back Down feat. Pink
05. WTP
06. Going Through Changes
07. Not Afraid (VIDEO)
08. Seduction
09. No Love feat. Lil Wayne
10. Space Bound
11. Cinderella Man
12. 25 To Life
13. So Bad
14. Almost Famous
15. Love the Way You Lie feat. Rihanna
16. You’re Never Over / Hidden Track
17. Ridaz (Bonus Track)
18. Session One feat. Slaughterhouse (Bonus Track) (Download)

www.eminem.com

Kommentare (4)

Kategorie: Reviews

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4 Comments

Comment by Linsi

Made Mittwoch, 30 of Juni , 2010 at 14:53

sehr gute review. ich sehe es genauso!
Album of the year, so far.

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Made Samstag, 10 of Juli , 2010 at 13:34

[…] dickste Update, dass wir bis jetzt hatten. 65 Tracks gespickt mit mehr Highlights als das letzte Eminem-Album und mehr Monstercollabos als ein DJ Khaled-Album: Busta x T.I. x Cam x Ghost x DMX, CNN x Nas, […]

Comment by Agentsmith

Made Dienstag, 20 of Juli , 2010 at 16:39

Ich war kein Rap begsiterter, doch mit Emin3ms Recovery hat sich das geändert!
Schaut euch nur mal das offizielle Video zu Not afraid im Vollbild und liest alles, was es im Hintergrund zu lesen gibt durch…

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Made Montag, 27 of Juni , 2011 at 10:12

[…] behaupte mal das letzte Video zu Recovery. Nett gemacht und Sasha Grey ist sowieso nie falsch, Vinnie Chase weiss was ich meine. Kommentar […]

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